Frieder

 

Frieder kommt aus Hamburg, ist 26 Jahre alt und arbeitet zurzeit als Deutschlehrer mit Geflüchteten. Er ist ein guter Freund von Denis. 2011 hat Frieder an einem Austausch in Nicaragua teilgenommen. Da haben sie sich kennen gelernt.

Sie treffen sich an einem Samstagabend, um zusammen zu kochen. Während sie zum Supermarkt gehen, um einzukaufen, erzählt Frieder von sich:

Als ich klein war, las ich viele Bücher von meinem Vater. Ich machte überall mit, um neue Abenteuer zu erleben. Immer wollte ich das machen, was die anderen wollten. Ich habe so viele unterschiedliche Sachen in meinem Leben gemacht, dass ich manchmal das Gefühl habe, nicht zu wissen, was davon ich bin und welches eigentlich mein Leben ist. Denn nicht alle Dinge, die ich gemacht habe, wollte ich machen. Es war nur ein Impuls. Abenteuerlust. So sehe ich heute die meisten Freunde aus der Kindheit und Jugend nicht mehr. Stattdessen habe ich nun neue gefunden.

Er war und ist auf der Suche nach Neuem. Die vielen Optionen machen eine große Wirkung bei mir, so ist das Leben nicht langweilig, sagt er. Er spielt zum Beispiel Gitarre und hat mit Freunden zusammen eine Band. Jetzt denkt er ganz anders als früher. Es gibt ein Sprichwort auf Spanisch, das besagt: „Das Leben ist wie ein Bahnhof. Die vielen möglichen unterschiedlichen Richtungen geben dir Erfahrungen und lassen dich wachsen“. Zurzeit trifft er sich selbst mehr als früher und lebt sein Leben mehr, so wie er es wirklich will.

 

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